Reithindernis

Häufig gestellte Fragen zu Hindernissen für Pferde

In welchen Disziplinen werden Hindernisse für Pferde eingesetzt?

Beim Pferdesport müssen Pferde in vielen Disziplinen über Hindernisse springen. Dazu gehören zum Beispiel das Springreiten, das Jagdreiten und das Vielseitigkeitsreiten.

  • Beim Springreiten bewältigen Pferd und Reiter einen Springparcours, der aus mehreren Hindernissen mit max. 1,70 m Höhe (internationale Vorgaben) besteht. Bei den Prüfungen im Springreiten unterscheidet man die Springprüfung, das Stilspringen und die Springpferdeprüfung. Die Springprüfung wird nach verschiedenen Richtverfahren ausgetragen, die nach Fehlern, Zeit oder beidem bewerten. Beim Stilspringen werden Hindernisfehler und der Stil des Reiters beurteilt. Die Springpferdeprüfung hingegen testet, ob ein junges Pferd geeignet ist, an Springprüfungen teilzunehmen.
  • Beim Jagdreiten handelt es sich um eine Form des organisierten Ausreitens. Hier reiten geführte Gruppen eine vorgegebene Geländestrecke entlang. Zusammen werden lange Strecken galoppiert, auf der die Pferde aufgestellte Hindernisse überspringen. Beim Jagdreiten wird kein Wild gejagt.
  • Beim Vielseitigkeitsreiten müssen Reiter und Pferd in drei Teilprüfungen bestehen: Dressur, Geländeritt und Springen. Die Springprüfung findet immer als letzte der drei Prüfungen statt. Die Hindernisse sind nicht höher als 1,30 m. Früher wurde diese Disziplin als Military bezeichnet, heute nennt man sie auch Eventing.

 

In der Springausbildung von Pferden, aber auch bei der Gymnastizierung von Dressur- und Freizeitpferden wird auch das Arbeiten mit Stangen und Cavaletti geübt, um Rhythmus und Koordination zu schulen.

Beim Fahrsport wird die Disziplin mit Hindernissen als Hindernisfahren oder als Kegelfahren bezeichnet. Dabei müssen Kegelpaare innerhalb einer bestimmten Strecke durchfahren werden, ohne dass ein Kegel umgeworfen oder ein Ball, der auf jedem Kegel liegt, abgeworfen wird.

Wie heißen die Hindernisse beim Springreiten?

Die Hindernisse beim Springreiten im Parcours setzen sich zusammen aus Steilsprüngen, Hochweitsprüngen und Geländehindernissen wie Gräben oder Wassergräben.

Steilsprung:

Der Steilsprung bezeichnet beim Springreiten ein Hindernis, das das Pferd nach oben überspringen muss. Steilsprünge bestehen meist aus zwei Ständern, Hindernisstangen und Planken. Planken sind dabei Alternativen zu normalen Stangen. Sie sind optisch auffälliger. Auch Gatter und Unterstellteile können verwendet werden. Alle Teile sind waagrecht übereinander.

  • Als Rick bezeichnet man einen Steilsprung, der sich aus mehreren, an zwei Ständern flach übereinander gelegten Stangen zusammensetzt.
  • MauerGatter und Zaun zählen zu weiteren Steilsprüngen.

 

Hochweitsprung:

Ein Hochweitsprung besteht in der Regel aus vier Hindernisständern, Stangen, Planken oder anderem beweglichen und geeignetem Material. Der Sprung besteht aus mehreren Teilen, die auf mehreren Waagrechten aufgebaut sind. Die Pferde müssen nicht nur in die Höhe, sondern auch in die Weite springen.

  • Der Oxer setzt sich aus einem vorderen und einem hinteren Teil zusammen. Der vordere Teil besteht aus mehreren Stangen, während der hintere Teil nur eine einzige Stange besitzt, die genauso hoch oder höher liegt als die höchste der vorderen Stangen.
  • Das Doppelrick setzt sich aus zwei gleich hohen vollständigen Ricks zusammen. Im Gegensatz zum Oxer kann das Doppelrick aus beiden Richtungen gesprungen werden.
  • Die Triplebarre besteht aus drei aufsteigenden, hintereinander gebauten Stangen. Die Sprungkurve hat ihren höchsten Punkt über der letzten Stange und nicht wie beim Oxer oder beim Doppelrick in der Mitte des Hindernisses.
  • Als Hogback wird ein Hochweitsprung bezeichnet, der ein dachförmiges Hindernis darstellt. Er wird auch Schweinerücken genannt.
  • Ein überbauter Wassergraben gehört ebenfalls zu den Hochweitsprüngen. Hier wird ein Oxer, eine Triplebarre oder ein Steilsprung über einem Wassergraben oder einer Wanne errichtet.
  • Bei der Verdener Bank liegt vor dem Steilsprung eine niedrige Stange oder ein Cavaletti, so dass das Pferd weit- und hochspringen muss.

 

Weitsprung:

Das klassische Weitsprung-Hindernis ist der Wassergraben. Das Pferd soll hier nur in die Weite springen. Einige Reitvereine haben noch einen echten Wassergraben auf ihrem Außenplatz. Auf einem Turnier besteht der Wassergraben im Parcours in der Regel aus einer Kunststoffwanne oder aus Schaumstoff. Als Fehler wertet man, wenn das Pferd in den Graben oder auf eine der Linien vor oder hinter dem Graben tritt. Häufig stehen vor dem Wassergraben Bürsten, niedrige Gatter oder kleine Hecken. Diese sollen dem Pferd als Absprunghilfe dienen. Sie zählen nicht zum eigentlichen Hindernis, so dass es keine Strafpunkte gibt, wenn sie umfallen.

Die Kombination:

Eine Kombination setzt sich aus zwei oder drei Sprüngen zusammen. Zwischen ihnen liegen jeweils höchstens zwei Galoppsprünge. Kombinationen bestehen in der Regel aus Ricks, Oxern, Mauern oder Planken. Die Reihenfolge kann man unterschiedlich wählen. In einem Parcours hat die Kombination nur eine Hindernisnummer, obwohl sie aus mehreren Hindernissen besteht. Die Teilhindernisse werden mit den Buchstaben A, B und C bezeichnet.

Wie hoch sind die Hindernisse beim Reiten?

Nach den Vorgaben des Weltpferdesportverbands darf die Höhe von Hindernissen bei normalen Springprüfungen maximal 1,70 m betragen. Hindernisse bei nationalen Turnieren in Deutschland dürfen maximal 1,60 m hoch und 2 m breit sein. Nach der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO), dem offiziellen Regelwerk für nationale Turniere, sind je nach Klasse unterschiedliche Mindest- und Höchstmaße vorgeschrieben.

Der § 504 LPO verlangt folgende Abmessungen der Hindernisse:

Klasse

Höhe (cm)

E (Einsteiger)

85

A* (Anfänger)

95

A**

105

L (Leicht)

115

M* (Mittelschwer)

125

M**

135

S* (Schwer)

140

S**

145

S***

150

S****

155

 

Kleine Abweichungen von bis zu 5 cm höher oder niedriger sind erlaubt, solange 25 Prozent der Sprünge im Parcours den geforderten Maßen entspricht.

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Unsere Artikel zu den Hindernissen haben wir in folgende Kategorien geteilt:

  • Cavaletti:
    Hier findest du zum Beispiel Kunststoff Cavaletti Blöcke, Cavalettistangen aus Kunststoff oder aus Holz, Cavaletti Alurahmen oder Ingrid-Klimke-Cavaletti.
  • Hindernisstangen:
    Wir bieten Hindernisstangen aus Holz und aus Kunststoff in verschiedenen Farben.
  • Hindernisständer:
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