Ferkelaufzucht & Geburtszubehör

Häufig gestellte Fragen zur Ferkelaufzucht

Wie lange dauert die Ferkelaufzucht?

Nach Angaben in „Schweinezucht und Schweinefleischerzeugung Empfehlungen für die Praxis“ (herausgegeben von Wilfried Brade und Gerhard Flachowsky, Sonderheft 296 Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft) bezeichnet der Begriff Aufzuchtferkel ein Ferkel, das 3 - 6 bis 10 -12 Wochen alt ist. Diese Einteilung bezieht sich nicht auf biologische Momente, sondern auf produktionstechnische Gegebenheiten wie Zeitpunkt des Absetzens und Umstallungen.

Was musst du bei der Fütterung der Aufzuchtferkel beachten?

Auf folgende Punkte musst du insbesondere beim Füttern der Ferkel in der Aufzucht achten:

  • Fütterungsstrategie:
    Es ist ratsam, dass sich Absetzstarter und Ferkelstarter über einige Tage überschneiden. Sie sollten ähnlich schmecken und riechen, damit sich der Futterwechsel nicht negativ darauf auswirkt, wieviel die Tiere an Futter aufnehmen.
  • Futterhygiene:
    Das Futter muss hygienisch einwandfrei sein. Mykotoxine belasten das Immun- und Verdauungssystem der Tiere. Die Toxine können Durchfälle, erhöhtes Infektionsrisiko sowie Nekrosen an Ohren und Schwanz verursachen.
  • Futterstruktur:
    Wenn das Futter zu fein ist, kann es leichter zu Magenwandreizungen und Magengeschwüren kommen. Dann ist die Verdaulichkeit des Futters für das Tier herabgesetzt und seine Leistung verringert sich.
  • Wasserversorgung:
    Wasser gilt als das wichtigste Nahrungsmittel für die Ferkel. Es muss den Tieren immer in ausreichender Qualität zur Verfügung stehen.

Was bedeutet in der Ferkelaufzucht Einbau einer zweiten Ebene?

Wenn du in einer Ferkelbucht eine zweite Ebene einbaust, schaffst du den Tieren zusätzlich Platz. Die Tiere profitieren von mehr Bewegungsfreiheit und sie haben einen zusätzlichen Aktivitätsbereich. Gerne liegen sie unter der „Galerie“. Wenn du zwei Rampen montierst, haben die Tiere Gelegenheit sich beim Hinauf- und Hinuntergehen aus dem Weg zu gehen. Auf diese Weise vermeidest du Stress unter den Ferkeln.

Die Rampen sollten rutschfest sein und Sprossen besitzen, damit die Tiere sicher gehen können. Außerdem musst du auf den passenden Neigungswinkel der Rampen achten. Auch kannst du überlegen, zwei Buchten über eine zweite gemeinsame Ebene miteinander zu verbinden.

Ferkelaufzucht – Ferkelerzeuger müssen Feingefühl beweisen

Ferkelerzeuger müssen es erreichen, dass ihre Ferkel es problemlos vom mütterlichen Gesäuge an den Futtertrog schaffen. Das ist nicht einfach, da die Tiere gleichzeitig andere große Stressmomente bewältigen müssen. Dazu gehören der plötzliche Verzicht auf die Mutter und das Gewöhnen an neue Buchtenmitbewohner.

Optimiere die Futterumstellung von Milch auf festes Futter!

Wenn möglich, ist es am besten, die Ferkel haben bei der Futterumstellung einen Übergang Milch – Flüssigfuttervorlage – Trockenfutter. Eins der großen Probleme hierbei ist jedoch die Hygiene rund um den Trog. Durch die hohe Temperatur im Stallabteil können sich Bakterien und andere Keime bestens in den Futterresten vermehren. Nur, wenn du dauerhaft beste Hygienevoraussetzungen gewährleistest, kannst du deine Ferkel erfolgreich aufziehen.   

BEACHTE: Es ist vorteilhaft, wenn du deinen Ferkeln den Prestarter bereits bei der Sau in der Abferkelbucht anbietest. Du kannst den Tieren den Prestarter in Breiform über Futterschalen präsentieren. Dabei sollte er nach ca. fünf Stunden aufgefressen sein. Anschließend stellst du ihn besser wieder frisch bereit. Dabei kannst du nochmal schauen, wie es Sau und Ferkeln geht.


Wenn deine Ferkel die neue Bucht nach dem Abferkelstall beziehen, ist es sinnvoll ein Verhältnis Tier - Fressplatz von höchstens 4:1 einzurichten
. Da die Rangordnung noch nicht feststeht, finden Kämpfe am Futtertrog statt. Um zusätzliche Futterstellen zu schaffen, kannst du bewegliche Futtertröge in den ersten beiden Wochen mit in die Bucht stellen. Im Flatdeck solltest du die Ferkel mit dem gleichen Futter füttern wie im Abferkelstall, da die Tiere auf diese Weise keinem weiteren Stressfaktor unterliegen. Dann stimmen die Zunahmen leichter.

In der Regel werden bei der heutigen Aufzucht von Schweinen Breiautomaten eingesetzt. Sie versprechen gute Zunahmen, sind einfach zu bedienen und kostengünstig. Hier kannst du die Wassernippel in den ersten Tagen beim Eingewöhnen der Ferkel ausstellen, damit die Ferkel beim Spielen keinen Brei im Trog erzeugen, den sie später nicht fressen und sich dort keine Keime vermehren. Dann musst du jedoch darauf achten, dass die Tiere auf andere Weise ausreichend Wasser bekommen.

BEACHTE: Wasser ist in der Ferkelaufzucht das wichtigste Futtermittel.


Als einfachste und kostengünstigste Futterversorgung der Ferkel bleibt noch der Trockenfutterautomat zu nennen. Hier gibt es keine direkte Versorgung mit Wasser im Futterbereich.  

Achte auf die Haltungseinrichtungen für die Schweine!

Die Haltungseinrichtungen für die Schweine musst du nach gesetzlichen Regelungen auf eine Weise gestalten, dass

  • einzeln gehaltene Schweine andere bei dir gehaltenen Schweine sehen können;
  • die Schweine gleichzeitig ungehindert liegen, aufstehen, sich hinlegen und eine natürliche Körperhaltung einnehmen können;
  • die Schweine nicht mehr als unvermeidbar Harn und Kot berühren und ihnen ein trockener Liegebereich zur Verfügung steht;
  • es eine geeignete Vorrichtung gibt, die eine hohe Wärmebelastung der Schweine bei hohen Temperaturen der Stallluft vermindert.


Weitere rechtliche Vorgaben für das Halten von Ferkeln und Schweinen liest du in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung nach.

Gestalte Funktionsbereiche in einer Ferkelbucht!

Für jedes natürliche Verhalten eines abgesetzten Ferkels sollte ein Buchtabschnitt zur Verfügung stehen, wo es dieses Verhalten ausleben kann. Ist dies nicht uneingeschränkt möglich, kann es dazukommen, dass sich die Tiere unwohl fühlen und sie zum Beispiel mit Schwanzbeißen beginnen.

Folgende Verhaltensweisen solltest du beim Gestalten der Buchtenstruktur beachten:

  • Sozialverhalten:
    Schweine einer Gruppe führen ihre Verhaltensweisen am liebsten gleichzeitig aus. Deswegen sollten sich zum Beispiel alle Schweine einer Bucht gleichzeitig hinlegen, fressen oder sich beschäftigen können. 
  • Ruheverhalten:
    Richte einen Liegebereich ein, der ruhige, dunkle und geschlossene Ecken ohne Durchgangsverkehr vorweist. Eine ausreichend große und geeignete Bodenfläche zum Abliegen und Aufstehen muss den Tieren für ihre Ruhephasen zur Verfügung stehen.
  • Nahrungsaufnahmeverhalten:
    Optimaler Weise sollte jedes Ferkel während der Fressphasen an einem Platz fressen können. Zum Nahrungsaufnahmeverhalten rechnet man auch das Trinkverhalten der Schweine, die am liebsten aus einer offenen Wasserstelle mit gesenktem Kopf trinken.
  • Erkundungsverhalten:
    Das Schwein muss in der Haltung beim Menschen nicht auf Nahrungssuche gehen und sich dabei mit Scharren und Wühlen beschäftigen. Deswegen musst du ihm die Möglichkeit geben, sich mit Beschäftigungsmaterial wie Schweinespielzeug in einem Aktivitätsbereich die Zeit zu vertreiben.
  • Komfortverhalten:
    Die Tiere müssen zum Beispiel soziale Körperpflege ausüben sowie sich in Seitenlage strecken, sich scheuern und suhlen können.
  • Ausscheidungsverhalten:
    Die Schweine sollten ihre Liege- und Aktivitätsbereiche sauber halten können. Das ist ihnen wichtig. Der Kotbereich sollte weit vom Liegebereich entfernt und trittsicher sein.
  • Fortbewegungsverhalten:
    Damit deine Tiere sich ausreichend fortbewegen können, müssen sie einen rutschfesten und trittsicheren Untergrund haben, auf dem sie von einem Buchtenbereich zum anderen wechseln können.

Weitere Informationen für die Ferkelaufzucht

Wenn du weitere Hilfe für die Strukturierung der Buchten in der Ferkelaufzucht und in der Schweinemast suchst, informierst du dich im DLG-Merkblatt 458.

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Damit du dich gut zurechtfindest, haben wir Produkte zur Ferkelaufzucht in folgende Kategorien geteilt:

  • Ferkeltränken und -schalen:
    Hier findest du verschiedene Ausführungen für Trockenfutter, Nassfutter oder Wasser, aus Edelstahl oder Kunststoff, mit Spannhaken zum Befestigen auf Spaltenböden.
  • Wärmelampen für Ferkel:
    Insbesondere im Abferkelstall unverzichtbar. Wir bieten unterschiedliche robuste und spritzwassergeschützte Modelle.
  • Kupiergeräte:
    Um Verletzungen und Infektionen vorzubeugen, kannst du die Schwänze deiner Ferkel kupieren. Du findest bei uns geeignete Schwanzkupiergeräte.
  • Geburtshilfe:
    Mit unseren Geräten für die Geburtshilfe bei Sauen erleichterst du die Geburten der Tiere.

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Hast du Fragen?

Wenn du Fragen zu unseren Ferkelaufzucht-Artikeln oder anderen Produkten hast, dann nimm einfach und schnell Kontakt zu uns auf. Du erreichst uns:

Unsere geschulten Experten helfen dir gerne weiter.


Quellenangaben:
dlg-merkblatt 458
pigsxl.de/ferkelaufzucht/
lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/6/nav/350/article/33655.html

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