• Tel.: 0221 96 97 91 77
  • E-Mail: beratung@stallbedarf24.de
  • Versandkostenfrei ab 99€ außer LKW
  • Kauf auf Rechnung
  • 0% Finanzierung

Pferdehufe selber pflegen - so geht's!

Gepflegte Hufe sind das A und O bei einem Pferd, schon ein altes Sprichwort besagt "Ohne Huf kein Pferd". Wer die Hufpflege vernachlässigt, riskiert Lahmheiten und Erkrankungen der Hufe. Oft reicht es nicht aus, nur den Hufschmied alle paar Wochen kommen zu lassen. Der Huf trägt schließlich das gesamte Gewicht eines Pferdes und bedarf entsprechend viel Pflege.

Die richtige Pflege

Ganz oben auf der Liste steht das Auskratzen und die tägliche Kontrolle der Hufe. Mist und Einstreu müssen ausgeräumt werden, da es ansonsten zu einer Strahlfäule kommen kann, die leicht durch ihren Gestank zu erkennen ist. Bei dieser Huferkrankung wird durch Fäulnisbakterien der Strahl, das weiche Horn im Huf, zersetzt.

Vor und nach dem Reiten müssen die Hufe grundsätzlich kontrolliert werden. Fremdkörper wie Steine müssen entfernt werden, da es ansonsten zu einer Verletzung der empfindlichen Huflederhaut kommen kann. Bei Pferden ohne Hufeisen sollten Steine mit dem Hufkratzer entfernt werden. Mittels eines Messers im empfindlichen Huf rumbohren, um alle Steine zu entfernen, wird nicht empfohlen.

Fett und Öle - sind sie nötig?

Der Sommer 2018 hat viele Hufe regelrecht austrocknen lassen. Aus diesem Grund haben viele Pferdebesitzer zu Huföl oder -fett gegriffen, um den Hufen etwas Feuchtigkeit zu spenden. Doch Öle und Fette müssen richtig angewendet werden, sonst tragen sie sogar dazu bei, den Huf weiter auszutrocknen. Vor dem Auftragen sollte der Huf am besten einige Zeit in einen Eimer mit Wasser gestellt werden, damit das Horn das Wasser aufnehmen kann. Abschließend kann das Öl oder Fett mittels Hufpinsel auf den Huf und insbesondere den Kronrand aufgetragen werden. So verbleibt die Feuchtigkeit im Huf. Im Winter, wenn es draußen sehr feucht ist, können Sie den Huf regelmäßig mit Fett einpinseln und auf diese Weise den Huf vor Streusalz zu schützen. Dennoch gilt: ein gesunder Huf braucht in aller Regel kein Huföl oder -fett. Halten Sie im Zweifel Rücksprache mit Ihrem Hufschmied beziehungsweise Hufpfleger, ob er es für notwendig erachtet, den Huf einzuölen oder zu fetten.

Die Haltung

Was sehr viele Pferdebesitzer oft nicht berücksichtigen ist, dass die richtige Hufpflege etwas mit der richtigen Haltung zu tun hat. Wer auf trockenes Einstreu achtet und die Pferde im Herbst und Winter nicht rund um die Uhr auf Matschkoppeln und -Paddocks stellt, verhindert, dass sich unerwünschte Bakterien im Huf einnisten und für Krankheiten sorgen. Ausreichend Bewegung garantiert außerdem, dass der Huf genug durchblutet wird und gesund bleibt. Zur richtigen Hufpflege gehört allerdings nicht nur, dafür zu sorgen, dass das Pferd trocken und sauber steht. Angepasste Bewegung und das richtige Futtermanagement können dazu beitragen, eine der populärsten Huferkrankungen zu verhindern: die Hufrehe.

Selber die Feile anlegen

Pferde, die ohne Hufeisen laufen, haben oft an den Rändern der Hufe leichte Ausfransungen. Damit es dort nicht zu größeren Rissen oder gar Ausbrüchen kommt, können Sie selbst mit einer kleinen Hufraspel kleine Unebenheiten wieder glatt feilen. Nehmen Sie dazu den Huf einfach wie beim Auskratzen normal auf, beim Vorderhuf klemmen Sie das Bein zwischen Ihre Beine und stabilisieren mit einer Hand den Huf, während Sie mit der anderen Hand vorsichtig das Horn abfeilen. Beim Hinterhuf verhält es sich ähnlich, dort wird das Bein allerdings auf dem Oberschenkel abgelegt. Ist das Pferd nervös, empfiehlt es sich, es von einem Helfer festhalten zu lassen. Die regelmäßige Hufkorrektur sollte in jedem Falle von einem Fachmann durchgeführt werden. 

Wann der Hufschmied kommen sollte

Trotz aller Pflege bleibt es nicht aus, regelmäßig den Hufschmied kommen zu lassen. Sind Hufeisen oder Duplos aufgenagelt beziehungsweise geklebt, ist es sogar unumgänglich.

Je nach Pferd kann dieser Zeitraum acht bis zwölf Wochen betragen, bei Problemhufen sogar häufiger. Gerade Pferde mit Fehlstellungen sollte spätestens nach vier Wochen dem Schmied vorgestellt werden, damit die Fehlstellung korrigiert werden kann. Ist das Eisen verbogen oder sogar verloren gegangen, muss der Hufschmied ebenfalls zügig kontaktiert werden. In dieser Zeit sollte das Pferd nicht geritten werden und auf möglichst weichem Boden stehen, da die Belastung auf den Bewegungsapparat durch das fehlende oder verbogene Eisen nicht gleichmäßig ist.


  

Quellen:

https://kultreiter.de/hufpflege-pferd/

https://www.tipps-zum-pferd.de/richtige-hufpflege-beim-pferd_tipp_6.html

https://www.pferdefluesterei.de/huf-pferd/#Interview_uumlber_gute_Hufpflege_Hufanatomie_und_die_DOrsquos_und_DONTrsquos_fuumlr_gesunde_Pferdehufe

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.