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Hühner-Fütterung – So machen Sie alle Hühner glücklich!

Als Hühnerhalter möchten Sie Ihre Hühner art- und bedürfnisgerecht füttern. Aber wie gehen Sie dabei richtig vor? In diesem Blog informieren wir Sie darüber, worauf es bei der richtigen Hühnerfütterung ankommt. Wir beschreiben die anatomischen Besonderheiten des Magen-Darm-Trakts von Vögeln und die natürliche Ernährungsweise von Hühnern. Außerdem erklären wir, welches Hühnerfutter Sie Ihren Hühnern geben können, damit sie gesund bleiben.

Vögel haben ein spezielles Verdauungssystem

Wenn Sie Ihre Hühner angemessen ernähren möchten, sollten Sie als erstes bedenken, dass Vögel ein anderes Verdauungssystem als beispielsweise Säugetiere haben. Der Schnabel bildet den ersten Teil des Verdauungssystems von Vögeln. Dann folgen der Rachen, Speiseröhre und Kropf. Magen, Darm und Kloake schließen sich an. Der Weg im Verdauungskanal ist vergleichsweise kurz. Vögel haben einen sehr intensiven Stoffwechsel, weswegen sie die aufgenommene Nahrung in kürzester Zeit verarbeiten. Über große Speicherorgane verfügen die Vögel nicht, so dass sie den ganzen Tag lang Zugang zu ausreichend Futter haben sollten.  

Vögel haben keine Zähne im Ober- und Unterkiefer, sondern einen Schnabel, mit dem sie ihr Futter aufnehmen. Drüsen in der Schnabelhöhle speicheln das Futter ein. Anschließend gelangt es durch die Speiseröhre in den Kropf. Dieser stellt eine Ausbuchtung der Speiseröhre dar und sorgt dafür, dass der Vogel größere Mengen an Futter aufnehmen kann. Der Kropf weicht das Futter auf und bereitet es für die weitere Verdauung vor.

Der Magen besteht beim Huhn wie auch bei anderen Vogelarten aus einem vorderen Drüsenmagen und einem hinteren Muskelmagen, der auch Kaumagen genannt wird. Im Drüsenmagen werden mit dem Magensaft Enzyme und Salzsäure abgegeben, die für den Aufschluss der Nahrung sorgen und keimabtötende Wirkung haben. Der Muskelmagen des Vogels zerkleinert das Futter mechanisch und erfüllt damit die Funktion der Zähne des Säugetiers. Er besteht aus glatter Muskulatur und lässt sich in vier voneinander getrennte Muskeln aufteilen. Eine Reibeplatte sorgt gemeinsam mit kleinen Steinen durch die Mahlbewegung des Magens dafür, dass die Nahrung zerkleinert wird. Die Steine werden vom Vogel aufgenommen. Sie werden als Gastrolithen oder Grit bezeichnet.

Eine weitere Besonderheit beim Verdauungstrakt des Vogels stellt die Kloake dar. Sowohl Harnleiter als auch Mastdarm enden hier, so dass Hühner Kot und Harn gemeinsam absetzen.

Was fressen Hühner?

Für die Gesundheit Ihrer Hühner und die Qualität der Eier ist das richtige Futter von großer Bedeutung. In der freien Natur sind Hühner scharrend und pickend unterwegs. Dabei nehmen sie Samenkörner, Grünfutter, kleine Insekten, Würmer und Beeren auf. Meistens können sich Haushühner in ihrem Freilauf nicht ausreichend mit diesem Futter versorgen, so dass sie zusätzlich gefüttert werden müssen. Dabei sollte der Futterplan dem natürlichen Hühnerfutter angepasst sein. Achten Sie darauf, dass Ihre Hühner über das Futter mit den wichtigen Nährstoffen in ausreichender Menge versorgt werden. Wenn Sie Ihre Hühner einseitig ernähren, birgt das die Gefahr einer nicht ausgewogenen Ernährung. Fehlen Nährstoffe, treten Mangelerscheinungen auf, die Sie unbedingt vermeiden müssen. Getreidelastiges Hühnerfutter können Sie zum Beispiel mit Legemehl als Zusatzfutter aufwerten.

Die Basis des Hühnerfutters stellen Körner dar. Hühner fressen Weizen, Mais, Gerste, Hafer und Roggen. Wenn Sie Mais verfüttern möchten, helfen Ihnen Maisentkörnungsmaschinen. Mit ihrer Unterstützung entkornen Sie Maiskolben innerhalb von Sekunden. Auch gekeimtes Getreide können Sie an Ihr Geflügel verfüttern. Die Sprossen enthalten viele Vitamine und Linolensäure sowie Stärke und Zucker. Als Weichfutter können Sie Ihren Tieren gekochte Kartoffeln, Kartoffelschalen, gekochte Nudeln oder gekochten Reis anbieten. Das Weichfutter sollte schnell verzehrt werden, damit es nicht schlecht wird oder bei der Hühner Fütterung im Winter nicht gefriert. Grünfutter wie Gras, Klee, Luzerne oder Brennnessel wird ebenfalls gerne von den Hühnern verzehrt.

Kalzium in der Hühnerfütterung

Wenn Sie Ihre Hühner füttern, ist es wichtig, dass Sie sie ausreichend mit Kalzium versorgen. Kalzium wird beim Wachstum und für die Eiproduktion benötigt. Fehlt Kalzium im Hühnerfutter, greift der Organismus des Huhns als erstes auf die Knochen als körpereigenen Kalzium-Speicher zurück. Wenn dieser erschöpft ist, wird die Eischale immer dünner und brüchiger. Wird weiterhin kein Kalzium aufgenommen, produzieren die Hühner keine Eier mehr. Auch Federpicken und Kannibalismus wird auf Kalzium- und anderen Nährstoffmangel zurückgeführt. Füttern Sie zusätzlich Muschelkalk, können Sie eine ausreichende Versorgung mit Kalzium sicherstellen.

Alleinfuttermittel für Hühner

Wenn Sie sich nicht viele Gedanken darüber machen möchten, wie Sie das Hühnerfutter am besten zusammensetzen, oder Sie sich unsicher sind, ob bei Ihrer Futterwahl alle Nährstoffe berücksichtigt sind, können Sie Alleinfuttermittel für Hühner kaufen. Alleinfutter für Hühner ist eine Futtermischung, die das Huhn mit allen Nährstoffen versorgt. Es wird oft in Form von Legemehl oder Legepellets angeboten. Hühner können ausschließlich von Alleinfuttermittel ernährt werden. Lediglich Wasser muss zusätzlich angeboten werden. Hühner-Alleinfutter wird von diversen Herstellern auch als Bio-Hühnerfutter mit Zutaten aus ökologischem Anbau angeboten. Es ist garantiert frei von Gentechnik und von künstlichen Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffen.

Futter während der Mauser

Als Mauser wird das regelmäßige Abwerfen und Neuwachsen von Federn beim Vogel bezeichnet. Der Wechsel des Gefieders wird von Hormonen gesteuert und findet statt, damit sich verschlissene Federn erneuern und der Vogel dauerhaft gegenüber Kälte und Nässe geschützt bleibt. Hühner durchlaufen die Mauser meist im Herbst.

Die Stoffe, aus denen Federn aufgebaut sind und während der Mauser vermehrt benötigt werden, müssen den Tieren mit dem Futter zugefügt werden. Damit Ihre Hühner schnell und ohne Schwierigkeiten durch die Zeit der Mauser kommen, können Sie ihnen zusätzlich Präparate anbieten. Diese enthalten Stoffe, die in der Mauserzeit wichtig sind. Dazu gehören B-Vitamine, Biotin, Spurenelemente wie Selen und Zink und Mineralien wie Kalzium und Phosphor. Alleinfuttermittel enthält in der Regel alle für das Huhn auch in der Mauser wichtigen Vitamine und Nährstoffe.   

Wie viel Futter braucht ein Huhn?  

Sie dürfen nicht glauben, dass Ihre Hühner wenig Futter brauchen, weil sie klein und leicht sind. Im Gegenteil: Da Vögel einen sehr schnellen Stoffwechsel haben, müssen sie mit der Nahrung enorm viel Energie aufnehmen. Die aufgenommene Menge Futter ist deswegen im Vergleich zum Körpergewicht wesentlich größer als beim Säugetier. Als Faustregel gilt, dass Sie einem 2,5 kg schweren Huhn 120 g Hühnerfutter verfüttern sollten, damit es ausreichend versorgt ist.

Auch die richtige Wasserversorgung ist bedeutsam

Die Wasserversorgung Ihrer Hühner sollten Sie immer im Blick haben. Wasser muss den Tieren ständig zur Verfügung stehen, da ein Huhn täglich etwa 250 ml frisches Trinkwasser benötigt. Dabei müssen Sie darauf achten, dass das Wasser im Winter nicht gefriert und im Sommer nicht verdunstet.

Welche Ausstattung brauchen Sie für die Verpflegung Ihrer Hühner?

Sorgen Sie dafür, dass Futter- und Wassergefäße im Hühnerstall robust sind. Die Tiere müssen sie jederzeit erreichen können und sie müssen aus hygienischen Gründen gut zu reinigen sein. Es gibt Futtertröge aus Metall und aus Kunststoff in verschiedenen Größen zu kaufen. Stabile Fressgitter verhindern Futterstreit unter den Tieren.

Alle Hühner sollten gleichzeitig fressen können. Bieten Sie deswegen ausreichend Futterplätze an und achten Sie darauf, dass die Futterstellen ausreichend voneinander entfernt sind. Dann können auch rangniedrige Tiere entspannt fressen, ohne verscheucht zu werden.

Neben Futtertrögen gibt es auch die Möglichkeit, Ihre Tiere über Fütterungsautomaten zu versorgen. Die Futterautomaten können mit mehreren Kilogramm Futter gefüllt werden. Sie werden aufgehängt oder auf den Stallboden gestellt. Das Futter im Automaten bleibt sauber, da es aus einem nach oben verschlossenem Behälter in die unteren seitlichen Futterrillen nachrutscht. Große Geflügelbetriebe in der Landwirtschaft nutzen Fütterungsanlagen für Hühner. Sie ermöglichen dem Landwirt eine enorme Zeitersparnis.

Fazit

Hühner brauchen artgerechtes Futter, um gesund zu bleiben und hochwertige Eier zu produzieren. In freier Natur nehmen sie Körner, Grünfutter, kleine Insekten, Würmer und Beeren auf. Vergleichbares können Sie Ihrem Geflügel auch in Form von Sämereien, gekeimtem Getreide, Grünfutter und Weichfutter wie gekochten Kartoffeln, Nudeln und Reis bieten. Oder Sie versorgen es mit einem Alleinfuttermittel für Hühner. Wichtig ist, dass Sie auf ausreichend Nährstoffe und Kalzium im Futter achten. Kalzium ist sehr wichtig für den Aufbau von Knochen und die Produktion des Hühnereis. Ein Huhn benötigt täglich etwa 120 g Futter und 250 ml Wasser. Das ist im Verhältnis zum Körpergewicht verglichen mit einem Säuger sehr viel, da Vögel einen sehr hohen Stoffwechsel haben.


 

 

Quellen:

https://www.huehner-haltung.de/huehnerfutter/

https://www.rettet-das-huhn.de/h%C3%BChnerhaltung/f%C3%BCtterung-wasserversorgung/

http://www.dein-bauernhof.de/huehnerfutter/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Magen#Magen_der_V%C3%B6gel

https://www.eierschachteln.de/blog/mauser-bei-legehennen/

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