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Mutterschafprämie 2026

Wir möchten euch darauf hinweisen, dass die sogenannte Mutterschafprämie auch im Jahr 2026 im Rahmen der EU-Agrarförderung weitergeführt wird. Heute wird sie offiziell als „gekoppelte Einkommensstützung für Mutterschafe und -ziegen“ bezeichnet. Dabei erhalten Tierhalter für jedes förderfähige Muttertier eine Prämie von aktuell etwa 37 bis 39 € pro Tier. Die genaue Höhe wird jährlich neu berechnet und kann daher leicht variieren. Jetzt informieren! 

Was versteht man unter der sogenannten Mutterschafprämie?

Die ursprüngliche Mutterschafprämie wurde bereits im Jahr 2005 abgeschafft. Seit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Jahr 2023 gibt es jedoch wieder eine gezielte Förderung für Schaf- und Ziegenhalter. Im Gegensatz zu flächenbezogenen Direktzahlungen ist diese Unterstützung direkt an die Tierhaltung gekoppelt. Das bedeutet: Die Auszahlung erfolgt pro Tier und nicht pro Hektar. Ziel ist es, die wirtschaftliche Situation von Betrieben zu verbessern, die extensive Weidehaltung zu sichern und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Kulturlandschaften sowie zur Biodiversität zu leisten. 
 
Mehr zu öffentlichen Förderungen in der Schafhaltung in den einzelnen Bundesländern erfährst du unter: https://www.nutztierhaltung.de/schaf/foerderungen-in-der-schafhaltung/

Wie hoch ist die Mutterschafprämie 2026? 

Die Höhe der Förderung ist nicht fest garantiert, sondern hängt vom jährlich verfügbaren Budget und der Anzahl der beantragten Tiere ab. Aktuell liegt sie bei rund 37 bis 39 € pro Tier. Eine feste Obergrenze an förderfähigen Tieren pro Betrieb gibt es nicht mehr. Allerdings kann sich die tatsächliche Prämienhöhe verringern, wenn insgesamt mehr Tiere beantragt werden 

Welche Voraussetzungen müssen für die Mutterschafprämie 2026 erfüllt sein? 

Um die Förderung zu erhalten, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Als Voraussetzungen u.a. zählen: 

  • Die Mindestgröße der Herde 

  • Registrierung jedes einzelnen Tiers mit Identifikationsnummer 

  • Diverse Erklärungen über Alter und Haltungsart 

Gefördert werden nur weibliche Schafe und Ziegen, die zur Zucht gehalten werden und ein Mindestalter von etwa 10 Monaten erreicht haben. Zudem müssen alle Tiere ordnungsgemäß gekennzeichnet, in der HIT-Datenbank registriert und im Bestandsregister erfasst sein. Voraussetzung ist außerdem eine Mindestherdengröße von 6 Tieren pro Betrieb. Es dürfen keine Seuchen oder andere ansteckenden Krankheiten bekannt sein. 
 
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der sogenannte Haltungszeitraum: Die Tiere müssen in der Regel vom 15. Mai bis zum 15. August im Betrieb gehalten werden. In dieser Zeit dürfen sie nicht verkauft oder abgegeben werden, da es sonst zu Kürzungen der Prämie kommen kann. Darüber hinaus müssen alle geltenden Vorschriften zur Tierkennzeichnung sowie die allgemeinen Anforderungen der EU-Agrarförderung eingehalten werden. Sollte ein Tier aus unvorhersehbaren Gründen ausfallen, beispielsweise durch Krankheit oder Tod, muss dies ordnungsgemäß dokumentiert und gemeldet werden. 

Außerdem müssen alle Anforderungen der sogenannten Konditionalität (ehemals Cross-Compliance) eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem Vorschriften zur Tierkennzeichnung, Tiergesundheit und landwirtschaftlichen Bewirtschaftung. Verstöße können zu Kürzungen der gesamten Direktzahlungen führen. 

Wie wird die Mutterschafprämie beantragt?

Die Beantragung erfolgt jährlich über den Sammelantrag (auch Mehrfachantrag genannt) im jeweiligen Bundesland. Die Antragsfrist endet in der Regel am 15. Mai. Wichtig ist: Die Förderung wird nicht automatisch weitergezahlt, sondern muss jedes Jahr erneut beantragt werden. Im Antrag müssen alle förderfähigen Tiere mit ihrer Ohrmarkennummer angegeben werden. 

Gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern? 

Die Regelungen zur Mutterschafprämie sind in Deutschland weitgehend einheitlich, da sie auf den Vorgaben der EU-Agrarpolitik basieren. Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Abwicklung der Anträge und den zuständigen Behörden der jeweiligen Bundesländer. Zusätzliche Förderprogramme können je nach Region variieren, die grundlegenden Voraussetzungen und die Höhe der Prämie sind jedoch bundesweit vergleichbar. 

Kann die Mutterschafprämie mit anderen Förderungen kombiniert werden? 

Ja, die gekoppelte Einkommensstützung kann in der Regel mit anderen Fördermaßnahmen kombiniert werden. Dazu zählen beispielsweise die Basisprämie, Öko-Regelungen oder Agrarumweltmaßnahmen der Bundesländer. Dadurch können sich für viele Betriebe zusätzliche Einkommensmöglichkeiten ergeben. 

Kontrollen und typische Fehler in der Praxis 

In der Praxis kommt es häufig zu Problemen bei der Dokumentation oder Tiermeldung. Behörden führen stichprobenartige Kontrollen durch, bei denen insbesondere die Übereinstimmung von Tierbestand, Ohrmarken und Datenbank überprüft wird. Häufige Fehler sind verspätete Meldungen, unvollständige Register oder falsch erfasste Tierdaten. Diese können zu Kürzungen oder im schlimmsten Fall zum Verlust der Förderung führen.

Welche Lesegeräte eignen sich zur Registrierung deiner Schafe?

Für die Beantragung der Mutterschafprämie ist eine lückenlose Dokumentation der Tiere unerlässlich. Dazu gehört insbesondere das Auslesen der elektronischen Ohrmarken. Moderne Lesegeräte erleichtern diesen Prozess erheblich, da sie eine schnelle und fehlerfreie Erfassung der Tierdaten ermöglichen. Sowohl Hand-Lesegeräte als auch Stab-Lesegeräte sind hierfür geeignet und unterstützen dich dabei, die gesetzlichen Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.

Hier findest du einige unserer Geräte: 

Das Hand-Lesegerät TracKing-1 ist ein kompaktes und robustes Gerät für den täglichen Einsatz im Stall. Dank seines ergonomischen Designs und des kreisförmigen Lesekopfes lassen sich elektronische Ohrmarken schnell und zuverlässig auslesen. 
 
Stab-Lesegerät XRS2 

Das Stab-Lesegerät XRS2i überzeugt durch seine hohe Reichweite und eignet sich besonders für größere Tierbestände. Durch die komfortable Handhabung im Stehen und die schnelle Datenerfassung ermöglicht es ein stressfreies Auslesen der Ohrmarken, selbst bei bewegungsaktiven Tieren. 

Lesegerät XRP2i 

Das Lesegerät XRP2i bietet eine leistungsstarke und vielseitige Lösung zur elektronischen Tieridentifikation. Es kombiniert eine hohe Lesegenauigkeit mit umfangreichen Funktionen zur Datenspeicherung und -übertragung und ist damit besonders für Betriebe geeignet, die Wert auf eine effiziente und digitale Bestandsführung legen. 

Weitere Produkte, die dich bei der Arbeit mit deinen Schafen unterstützen, findest du in unserer Kategorie „Schafhaltung und Lämmeraufzucht“. Dort erwartet dich eine breite Auswahl von Produkten zur Markierung von Schafen (z.B.  Ohremarken) über Schermaschinen und Schafzäune bis hin zu praktischem Zubehör für die Klauenpflege. 
 
Übrigens: Neben der Mutterschafprämie gibt es auch noch eine Förderung für die Haltung von Mutterkühen.

Weitere Infos dazu: https://www.stallbedarf24.de/nutztier/rinder-und-kaelberhaltung/mutterkuhpraemie/

Lesegeräte

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