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Arthrose beim Pferd - Was tun?

Eine Arthrose, egal, ob bei Mensch oder Tier, ist ein Verschleiß der Gelenke.
Die Gelenke nutzen sich durch fortschreitendes Alter sowie Gelenkerkrankungen ab und verändern sich krankhaft.

Gelenkerkrankungen sind zum Beispiel Knochenbrüche, Verstauchungen, Entzündungen (Arthritis) oder – beim Pferd- angeborene Fehlstellungen der Beine und Hufe.

Eine Arthrose beim Pferd kann sich über lange Zeit entwickeln und schädigt das Gelenk dauerhaft. Der Gelenkknorpel, der die Enden der Knochen überzieht, ist angegriffen. Dadurch hat das Pferd Schmerzen. Der Knochen reagiert und versucht, das Gelenk zu „verstärken“ – es bilden sich Knochenspitzen, das Gelenk kann zunehmend versteifen.

Unabhängig von der Ursache für den Gelenkverschleiß sind die Vorgänge im Gelenk ähnlich. Die Knochenenden des Gelenks sind mit Knorpel überzogen, das Gelenk ist von einer Gelenkkapsel bedeckt. Im Gelenk befindet sich Gelenkschmiere (Synovia), die das Gelenk beweglich macht.
Bei der Arthrose beim Pferd wird der Knorpel weich, blasig und dünn. Nach und nach kommt es zum Knorpelschwund. Der Knochen reagiert mit verstärkter Knochenproduktion, die Gelenkkapsel verknöchert ebenfalls. 


Symptome - Wie macht sich die Arthrose beim Pferd bemerkbar?

Charackteristisch für ein Pferd, das unter Gelenkverschleiß leidet, ist die anfängliche Steifheit, wenn man mit der Bewegung des Tieres beginnt. Nach ca . 10 Minuten hat sich das Pferd „eingelaufen“, die Schmerzen werden weniger. Oftmals sind die Pferde jedoch nicht richtig durchlässig, sie vermeiden bestimmte Bewegungen, wie beispielsweise enge Wendungen.


Therapiemaßnahmen bei Arthrose

Arthrose ist nicht heilbar. Aber es gibt Möglichkeiten, wie Du den Gelenkverschleiß stoppen oder zumindest schmerzlindernd behandeln kannst. Wir haben hier die gängigsten Methoden aufgelistet:

Schmerzstillende Medikamente:
Oftmals werden schmerz- und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt, wie z.B. Kortison. Von Medikamenten als Langzeittherapie solltest du aber abraten.

Kräuter:
Oftmals wird die Wirkung von gezielten Kräutern unterschätzt. Doch die Anwendung bestimmter Kräuter verhilft Deinem Pferd Schmerzlinderung und stoppt die Entzündung.
Teufelskralle, Ingwer, Yucca, Hagebutte Silberweide erzielen die beste Hilfe. Es gibt einige Kräutermischungen, die speziell bei Arthrose verfüttert werden können. (Arthro Plus von Stiefel)

Blutegel:
Die im Speichel von Blutegeln enthaltenen Substanzen haben unter anderem eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Für viele eine gewöhnungsbedürftige Prozedur, aber enorm hilfreich bei Entzündungen.

Homöopathie:
Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der aufgeführten Arznei. Ein geschulter Homöopath wird Dir weiterhelfen und das richtige Kügelchen für Dein Pferd finden.

richtige Bewegung:
Wer rastet, der rostet! Das A und O bei einem Pferd mit Arthrose ist die ständige Bewegung. Damit ist in erster Linie die richtige Haltung gemeint. Ein Pferd mit Arthrose gehört nicht in eine Box. Bestenfalls wird ein Offenstall gesucht, in dem sich Dein Tier 24 Stunden bewegen kann, denn durch ständige Bewegung wird die kontinuierliche Produktion von Gelenkschmiere gefördert.


Wie beuge ich Arthrose bei Pferden vor?

Die Angst, dass das eigene Pferd irgendwann unter Arthrose erkrankt ist relativ hoch. Nahezu jedes ältere Pferd erkrankt im höheren Alter an Gelenkverschleiß. Um diesem Verschleiß entgegenzuwirken, solltest Du einige Punkte befolgen:

  • Füttere hochwertiges Mineralfutter
  • Gebe Deinem Pferd von Zeit zu Zeit Vital- und Nährstoffe.
  • Viel freie Bewegung, die Boxenzeiten gering halten
  • mindestens 15 Minuten Aufwärmphase, im Winter deutlich länger
  • Regelmäßiger Besuch beim Hufschmied
  • Vermeide harte Liegeflächen. Hier eignen sich hervorragend Liege- und Paddockplatten. Sie schonen die Gelenke.

Fazit:

Leider ist es nicht möglich, die Arthrose zu heilen.
Aber die Diagnose „Arthrose“ heißt nicht zwangsläufig, dass Du Dein Pferd nicht mehr reiten darfst. Im Gegenteil, Bewegung ist weiterhin enorm wichtig. Ob und wie oft Du Dein Pferd reiten kannst, wird Dir ein guter Tierarzt und nicht zuletzt Dein Pferd sehr deutlich sagen. Suche Dir einen Stall, in dem sich Dein Tier viel bewegen kann, meide Boxenhaltung,
befolge unsere Therapiemaßnahmen, gehe mit Deinem 4-Beiner spazieren, mach Bodenarbeit. All diese Tipps werden die Arthrose nicht heilen, aber sie können die Schmerzen deutlich mindern und geben Deinem Pferd wieder mehr Lebensfreude.

Wir wünschen Dir und Deinem 4-Beiner alles Gute!

Dein Stallbedarf24-Team


 

 

Quellen:

https://www.tiermedizinportal.de/tierkrankheiten/pferdekrankheiten/arthrose-gelenkverschleis-beim-pferd/241324

https://www.natural-horse-care.com/pferdekrankheiten/arthrose-pferd-symptome-ursachen/

https://www.barnboox.de/pferdewissen/gesundheit/krankheiten/arthrose-gelenke-schlecht-geschmiert/

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