• Tel.: 0221 96 97 91 77
  • E-Mail: beratung@stallbedarf24.de
  • Versandkostenfrei ab 99€ außer LKW
  • Kauf auf Rechnung
  • 0% Finanzierung

Küken aufziehen - so geht's!

Um Küken selbst aufzuziehen und dabei zuzusehen, wie aus den kleinen Tierchen nach und nach eine eierlegende Henne oder ein stolzer Hahn wird, müssen Sie nicht unbedingt im Besitz eines Bauernhofs sein. Dennoch benötigen freilaufende Hühner ausreichend Platz und Auslaufmöglichkeiten. Nur so werden sich die Küken wohlfühlen und optimal entwickeln.

Die Anschaffung und Aufzucht von Hühnern sollten also wohlüberlegt sein.

Was Sie darüber hinaus bei der Aufzucht von Hühnern beachten müssen und wie Sie Küken erfolgreich und artgerecht großziehen, erfahren Sie in diesem Artikel.


Natürliche Kükenaufzucht mit einer "Glucke"

Verhältnismäßig wenig Arbeit macht die Aufzucht von Küken zusammen mit dem jeweiligen Muttertier. Denn die Glucke spendet den Küken nicht nur ausreichend Wärme und zeigt ihnen, welche Nahrung die richtige ist, sondern beschützt sie ebenfalls vor möglichen Gefahren, wie z.B. anderen Artgenossen. Alles, was die Küken in den ersten Lebenswochen wissen müssen, lernen sie so von ihrer Mutter.

Damit die Aufzucht gelingt, müssen Sie als Halter lediglich für die passenden Rahmenbedingungen sorgen. Dazu gehören:

  • Ein trockener Stall
  • Ausreichend Futter
  • frisches Wasser
  • genügend Auslaufmöglichkeiten


Ungefähr acht Wochen umsorgt die Glucke ihren Nachwuchs - dann müssen die herangewachsenen Küken selbst zurechtkommen.



"Ich wollt ich wär' ein Huhn"- So klappt es mit der künstlichen Kükenaufzucht

Ohne Muttertier gestaltet sich die Kükenaufzucht zwar deutlich schwieriger, aber mit dem passenden Know-how ist auch die Aufzucht künstlich ausgebrüteter Küken zu bewerkstelligen.

Kükenaufzucht im Brutkasten

Nachdem die Küken geschlüpft sind, können Sie problemlos weitere 24 Stunden im Brutapparat verbleiben. Der Dottersack versorgt sie währenddessen mit Nahrung. Erst dann wird es Zeit, dass die kleinen Flauschknäuel in einen separaten Brutkasten umziehen. Hierfür eignet sich beispielsweise ein robuster Karton, eine Plastikbox oder auch ein Kleintierkäfig. Wichtig ist nur, dass der Brustkasten den Küken ausreichend Platz bietet und sich leicht reinigen lässt.

Als Einstreu eignen sich Kiefernspäne oder kurzes Stroh, welches Sie großzügig auf dem Boden des Brutkastens verteilen. Darüber hinaus benötigen Ihre Küken einen Wassertrog sowie einen Futternapf. Spezielles Futter, die so genannten "Kükenstarter", fördert das Wachstum der Küken.

Frisches Wasser & Hygiene im Brutkasten

Wie für uns Menschen ist auch für die frisch geschlüpften Küken, eine ausreichende Versorgung mit Wasser lebensnotwendig. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass den Kleinen stets frisches und sauberes Wasser zum Trinken zur Verfügung steht. Die meisten Küken sind direkt nach dem Schlüpfen jedoch noch nicht in der Lage, selbstständig zu trinken, da ihnen das Vorbild der Mutter fehlt. Das ist jedoch noch lange kein Grund zur Beunruhigung: Tauchen Sie die Schnäbel der Kleinen während der ersten Tage immer wieder in das Trinkgefäß. So lernen die Küken nach und nach, eigenständig zu trinken. Darüber hinaus ist auch ein hohes Maß an Hygiene im Brutkasten unabdingbar: In ihren ersten Tagen sind die Küken oft anfällig für Krankheiten. Den Boden immer sauber und trocken zu halten und das Einstreu regelmäßig zu wechseln, hilft dabei, die Tiere gesund zu halten. Auch Trog und Futternapf sollte regelmäßig gereinigt werden. So können Sie Krankheiten und Infektionen effektiv vorbeugen.

Warm, wärmer, Wärmelampe: Die richtige Temperatur zur Kükenaufzucht

Da sich die Küken in den ersten Wochen ihres Lebens noch nicht selbst warmhalten können, ist eine externe Wärmequelle erforderlich, um zu verhindern, dass die frisch geschlüpften Küken unterkühlen. In der Natur ist es die Glucke, die die Küken mit ihrer Körperwärme warmhält.

Daher ist es essentiell, dass auch in Ihrem Brutkasten stets die passende Temperatur herrscht - beispielsweise mithilfe einer Wärmelampe. Die Temperatur sollte in der ersten Woche zwischen 32 und 38 Grad betragen. Zum Messen der Temperatur können Sie ein Thermometer anbringen; meist lässt sich aber auch am Verhalten der Küken erkennen, ob deren "Wohlfühltemperatur" erreicht ist:

  • Liegen die Küken träge und matt in einer Ecke des Käfigs, ist es ihnen wahrscheinlich zu heiß und Sie sollten die Wärmelampe etwas höher hängen.
  • Drängen sich alle Küken dicht zusammen unter die wärmenden Strahlen der Lampe, ist ihnen vermutlich zu kalt - die Wärmequelle muss weiter runter gehängt werden.

Nach etwa 7 Tagen können die Küken bereits in einem separaten Stall untergebracht werden. Dennoch ist die Wärmelampe nach wie vor unverzichtbar, da sich das Federkleid der Tiere nur langsam entwickelt. Auch Zugluft sollten die Kleinen nicht abbekommen.

Auf ins Freie!

6-8 Wochen nach dem Schlüpfen ist das Federkleid der Küken so weit entwickelt, dass ihnen auch kühlere Temperaturen nichts mehr anhaben können. Somit sind die Jungtiere bereit, im Freien zu leben. Auch das Geschlecht ihrer zukünftigen Hennen und Hähne sollte inzwischen deutlich zu erkennen sein. Gewähren Sie den Hühnern von nun an ausreichend Auslauf und Bewegung. So steht einer weiteren gesunden und artgerechten Entwicklung Ihrer Schützlinge nichts mehr im Wege.


 

Quellen

www.huehner-haltung.de

huehnerhof.net/haltung/aufzucht-von-kueken/

https://.de.wikihow.com/K%C3%BCken-aufziehen

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.