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3 Faktoren zur richtigen Installation eines Elektrozauns

Woraus besteht ein Weidezaunsystem?

Die Wirkungsweise eines Elektrozaunes beruht im Gegensatz zu anderen Zäunen auf dem Respekt der Tiere vor dem Stromschlag, den sie beim Berühren des Zaundrahtes erhalten. Die Stromstöße sind für Mensch und Tier ungefährlich, lösen aber trotzdem Angst vor abermaligem Berühren aus. Dies funktioniert bei allen Tierarten, sowohl in der Tierhaltung, als auch zur Abwehr von Tieren.

3 Faktoren entscheiden über die optimale Funktion Ihres Elektrozaunes:

  1. Die Leitfähigkeit
  2. Die Erdung
  3. Das Elektrozaungerät

 


 1. Die Leitfähigkeit der Zaundrähte

Elektrozäune mit großen Längen können nur mit gut leitfähigen Zaundrähten funktionieren. Bei der Verwendung von 2,5 mm starken Stahldrähten sind bei 4 - drähtigen Zäunen ohne Grasbewuchs in der Praxis Zaunlängen bis max. 120 km denkbar. Bei nur eindrähtiger Zaunausführung mit dem gleichen Draht, verringert sich die maximal mögliche Länge auf 30 km. Verwenden Sie gar nur eine Compact- Litze mit 6 x 0,20 mm Ø Edelstahlleitern, verringert sich die maximal mögliche Zaunlänge auf 250 m. Bei Bewuchs am Zaun sind diese Zahlen noch deutlich zu verringern. Angepasst an die geplante Zaunlänge und die erwartete Bewuchssituation, sind die Zaunleiter sorgfältig auszuwählen. Beachten Sie hierzu unsere Informationen im Kapitel "Zaundrähte, Litzen, Seile, Breitbänder".


Elektrozaun-richtige-L-nge
Nur hochleitfähige Zaundrähte sorgen bei größeren Zaunlängen für maximale Leistung bis zum Zaunende.


 2. Die Erdung

Der Elektrozaun ist ein Kreislaufsystem, in dem Strom fließt. Der Strom, der durch den Draht, das Tier und durch Grasbewuchs in den Boden fließt, muss über die Erdstäbe zum Gerät zurückfließen. Da der Boden, vor allem wenn er trocken, sandig oder steinig ist, den Strom schlecht leitet, kommt es darauf an, die Erdung ausreichend zu dimensionieren, damit das Gerät seine volle Leistung entwickeln kann.

  1. Für fest installierte Netz- und Akkugeräte genügen meist 3 Erdstäbe (von 1 bis 2 m Länge).
  2. Bei tragbaren Akkugeräten sollte mindestens ein Erdstab von 1 m Länge verwendet werden. Bei trockenen Verhältnissen sind zusätzliche Stäbe zu empfehlen.
  3. Achten Sie darauf, dass alle Verbindungen geschraubt sind.
  4. Alle Teile des Erdungssystems sollten feuerverzinkt sein – Rost isoliert!
  5. Überprüfen Sie die Erdung Ihres Weidezaungerätes regelmäßig.

Erdungssystem-Elektrozaun_1
So sieht die typische Erdungsanlage für Netzgeräte aus. Achten Sie auf perfekte Erdung, denn über 80 % der installierten Erdungssysteme sind unzureichend. Bitte beachten Sie die Empfehlungen zur Anzahl der Erdstäbe in den Tabellen bei den jeweiligen Elektrozaun geräten.


3. Das Elektrozaungerät

Ein leistungsfähiges Elektrozaungerät ist die Basis für die Versorgung Ihres Elektrozaunes mit Strom. Die Leistung eines Weidezaungerätes wird in Joule angegeben.
4 Faktoren spielen für die Geräteauswahl die entscheidende Rolle:

  1. Bewuchsbelastung am Zaun
  2. Die Zaunlänge bzw. Anzahl der Drähte
  3. Die Tierart
  4. Die Stromquelle 9 V / 12 V oder 230 V

Detaillierte Hinweise zur Geräteauswahl finden Sie in den Tabellen bei den jeweiligen Elektrozaungeräten.

KURZINFO:
Mindestleistungsbedarf je nach Zaunlänge und Bewuchsgrad:

  • bis 500 m ohne Bewuchs – min. 0,25 Joule
  • bis 1000 m normaler Bewuchs – min. 2,0 Joule
  • bis 1000 m starker Bewuchs – min. 6,0 Joule

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