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Wissenswertes über Schafe

1. Allgemeines über Schafe

Schafe (lat. ovis aries) werden schon seit Jahrhunderten für die Gewinnung von Wolle, Fleisch und Milch gehalten. Aber nicht nur als Nutztier sondern auch als geselliges Streicheltier erobern Schafe und nicht zuletzt Lämmer unsere Herzen.

Gewicht: Männliche Schafe: 46-160kg, weibliche Schafe: 45-100kg
Tragzeit: 152 Tage
Lebenserwartung: 10-12 Jahre

Wussten Sie, dass Schafe den Rhesusaffen und uns Menschen in ihren komplexen Strukturen sehr ähnlich sind? So besitzen Schafe zum Beispiel die Fähigkeit, sich die Gesichter von Menschen und  Ihren Artgenossen über einen langen Zeitraum von 2 Jahren merken zu können. Des Weiteren sind Schafe in der Lage, bewusste Entscheidungen zu treffen. 


2. Die verschiedenen Schafrassen

Weltweit gibt es bis zu 600 verschiedene Schafrassen, einige sind jedoch so klein, daß sie vor dem Aussterben bedroht sind. Schafe werden entsprechend ihrer Nutzung in drei verschiedene Kategorien eingeordnet:

  1. Landschaftsrassen / Bergschafrassen: 
    Bekannteste Schafrassen: Merino Landschaf, Coburger Fuchsschaf, Heidschnucke, Jakobsschaf
    Diese Schafe zeichnen sich vor allem durch ihre gute Fruchtbarkeit und ihre hohe Widerstandsfähigkeit aus.

  2. Milchschafrassen:
    Bekannteste Schafrassen: Lacuneschaf, Ostfriesisches Milchschaf
    Bei diesen Schafen stehen die hohe Milchleistung und eine geringe Bemuskulung im Vordergrund.

  3. Fleischschafrassen: 
    Bekannteste Schafrassen: schwarzköpfiges Fleischschaf, Suffolk, Texel
    Eine ausgeprägte Muskulatur sind typische Merkmale von Fleischschafrassen.


 3. Artgerechte Haltung von Schafen:

Schafe sind Herdentiere und sollten daher immer zusammen gehalten werden. Sie brauchen viel Platz, um ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben. Am geeignetsten ist eine weitläufige Wiese. Viele Schafrassen eignen sich für eine ganzjährige Weidehaltung. Allerdings sollte man den Schafen immer einen Unterstand oder Stall zur Verfügung stellen. Dieser sollte ca. 2qm pro Tier betragen. Steht ein Schaf zu lange auf nassem oder matschigem Untergrund, so kann sich rasch die bekannte Moderhinke bilden (Moderhinke ist eine häufige Klauenerkrankung bei Schafen. Ein typisches Bild bei erkrankten Tieren ist das Fressen auf den Knien, mit denen die Schafe die betroffenen Füße entlasten.).


4. Fütterung

Schafe sind recht genügsam und können als Wiederkäuer auch karges Futter noch gut verwerten. Allerdings muss der Nährstoffbedarf mit der Futtermenge, die ein Schaf pro Tag aufzunehmen vermag (etwa zehn Kilogramm Gras), ausreichend gedeckt sein, um Leistungsminderungen zu vermeiden. Je nach Qualität der Weide sollte sieben Schafen mit ihren Lämmern ca. 1 ha Weidefläche zur Verfügung gestellt werden. In den Wintermonaten freuen sich Schafe über viel Heu und zusätzlich Kräuter, Brennnesseln und Lecksteine. Auch auf ausreichend Trinkwasser sollte geachtet werden: Schafe können bis zu 10l/Tag aufnehmen. Achten Sie unbedingt auf frisches Wasser, denn abgestandenes wird von Schafen gerne gemieden. 


5. Pflege des Schafes:

  • Scheren:
    Schafe sollten zweimal jährlich, bevorzugt im Frühling und im Herbst geschoren werden. Wenn ein Schaf nicht regelmäßig mit einer hochwertigen Schermaschine geschoren wird, fühlt es sich unwohl und kann aufgrund der Schmutzansammlung in der Wolle sogar krank werden. Um weder das Tier zu verletzen noch die Wolle zu zerstören, sollte das Scheren von einem Fachmann durchgeführt werden.

 

  • Klauenpflege:
    Die Tragwände der Klauen wachsen viel schneller nach, als sie auf weichen Böden natürlich abgeschliffen werden können. Daher ist ein regelmäßiges Schneiden erforderlich. Bitte überlassen Sie das Klauenschneiden auch einem Fachmann, um Verletzungen auszuschließen. Das nötige Werkzeug finden Sie auch bei uns im Shop. Hierzu zählen Klauenschere, Klauenmesser und Sackmesser.


 

6. Mobile Fanganlagen

Mobile Fang- und Behandlungsanlagen sind unentbehrlich zum schnellen und sicheren Fangen und Behandeln von Schafen. Eine Vielzahl von Arbeiten am Tier, die das ganze Jahr hinweg anfallen, macht eine Anlage unentbehrlich für jeden Schafhalter: Tierkennzeichnung, Parasitenbehandlung, Klauenpflege, Sortieren und alle möglichen Kontroll- und Pflegemaßnahmen.


7. Lämmerzucht:

In den ersten Tagen nach der Geburt erhält das Lamm die wichtige Kolostralmilch. Die Mutter säugt ihr Neugeborenes ca. 4 Wochen lang. Falls das Lamm danach abgesetzt wird, müssen die Babys mehrmals täglich Milch bekommen. Wenn die Muttermilch zur Weiterverarbeitung genutzt wird, kommt hier Kuhmilch oder spezielles Milchpulver in Frage. Bei dieser Umstellung ist Vorsicht geboten, denn ein Zuviel an Milchaufnahme kann zu schlimmen Durchfällen kommen; bei zu wenig Milchzufuhr wird sich das Lamm nicht gut entwickeln können.

Bald steht auch feste Nahrung auf dem Speiseplan der Kleinen. Auch hier sollte langsam und vorsichtig begonnen werden. Man fängt mit Heu oder Silage an und kann langsam mit einer kleinen Portion Kraftfutter beginnen.

Die heranwachsenden Lämmer wollen sich relativ schnell viel bewegen, sorgen Sie also für genügend Platz zum Spielen und Toben.

Mit etwa 3 Monaten ist die Milchzufuhr beendet. Das Schaf wiegt jetzt um die 30kg. 


 

 

Quellen:
www.peta.de
www.ofm.ch
www.patura.de

 

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