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Reiten im Dunkeln – Worauf musst Du achten?

Im Herbst und im Winter wird es bereits früh dunkel. Wenn Du mit Deinem Pferd abends einen Ausritt planst oder mit Deinem Pferd im Dunkeln spazieren gehen möchtest, gibt es einige Dinge zu beachten. Zum Beispiel solltest Du speziell ausgerüstet sein, damit Dritte Dich bei Dunkelheit schneller erkennen.

In unserem Blog zeigen wir Dir, worauf es beim Reiten im Dunkeln ankommt.

Ausritt bei Dunkelheit – Deshalb sehen Pferde in der Nacht gut

Pferde sehen im Dunkeln. Sie sehen dabei besser als Menschen. Dies liegt an den speziellen Eigenschaften des Pferdeauges. Die Tiere besitzen das Tapetum lucidum. Hierbei handelt es sich um eine reflektierende Schicht der Netzhaut. Nachtaktiven Tieren wie Katzen, aber auch Hunden, Rindern und Pferden ist es dadurch möglich, das einfallende Licht optimal auszunutzen. Das Licht dringt über die Netzhaut ein, wird über das Tapetum lucidum reflektiert und passiert die Netzhaut noch einmal. Dennoch trauen sich Reiter oftmals nicht, zu später Stunde ihr Pferd zu satteln und durch die Nacht zu reiten. Dabei bietet ein Reiten bei Nacht im Sommer wie im Winter Spaß, Abwechslung und neue Eindrücke. Ein besonderes Erlebnis ist zum Beispiel der Ausritt durch eine Vollmondnacht.

Risiken und Gefahren beim Ausreiten bei Dunkelheit

Im Dunkeln gibt es allerdings mehrere Situationen, die während Deines Ausritts zur Gefahr werden können. Dies hat vor allem folgende Ursachen:

  • Nervosität des Reiters, die sich auf das Pferd überträgt
  • Unerfahrenheit von Reiter und Pferd
  • Schlechte Sichtbarkeit von Reiter und Pferd für Dritte
  • Keine geeignete Ausrüstung für Reiter und Pferd

Fehlende Sichtbarkeit ist eine Gefahr

Im Gegensatz zum Auge des Pferdes ist das Auge des Menschen nur bedingt nachttauglich. Autofahrer, aber auch Fußgänger oder Fahrradfahrer nehmen Dich als Reiter im Dunkeln daher nicht oder erst bei kurzer Entfernung wahr. Deshalb ist es notwendig, dass Du und Dein Pferd zusätzlich spezielle Kleidung beziehungsweise Schutz- und Lichtelemente tragen. Andere Verkehrsteilnehmer erkennen Dich schneller, passen Ihre Geschwindigkeit an und überholen Dich in einem entsprechenden Abstand.

Was sagt die Straßenverkehrsordnung zum Thema Reiten in der Dunkelheit?

Auf allen öffentlichen Wegen und Straßen gilt auch für Dich als Reiter die Straßenverkehrsordnung (StVO). Dies bedeutet unter anderem, dass Du und Dein Pferd für andere Verkehrsteilnehmer jederzeit gut sichtbar sein müssen. Sobald die Dämmerung beginnt, sind einige Maßnahmen erforderlich. Du und Dein Pferd müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit und wenn schlechte Sichtverhältnisse wie bei Nebel, Schnee oder Regen herrschen ausreichend beleuchtet sein (§ 17 StVO). Nach § 28 StVO Absatz 2 müssen zur Beleuchtung mindestens verwendet werden:

  1. beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,
  2. beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.

Reitest Du in einer größeren Reitergruppe, bildet diese einen Verband. Für diesen gilt nach § 27 StVO, dass nicht alle Pferde entsprechend beleuchtet sein müssen. Vielmehr müssen hier das erste und das letzte Pferd entsprechend ausgestattet sein.

Auf die richtige Ausrüstung kommt es an

Die Sicherheit von Pferd und Reiter steht und fällt mit der richtigen Ausrüstung während des Ausritts. Die normale Reitkleidung ist in der Dunkelheit kaum wahrnehmbar. Folgende Sicherheitsartikel für das Reiten im Dunkeln erhöhen Deine Sichtbarkeit und die Deines Pferdes:

  • Licht für Reiter: Helm- und Stiefellampe
  • Reflektoren Pferd und Reiter allgemein
  • Sicherheitsweste
  • Reflektierende Reiterjacke
  • Reflektierende Nierendecke
  • Leuchtstreifen für Pferdebeine
  • Reflektierende Stirnbänder
  • Vorder- und Rückleuchte


Als Reiter solltest Du gerade bei Dunkelheit neben reflektierenden Westen auch auf helle Kleidung achten.

Lampen für Reithelm und Arme verwenden

Für Reiter gibt es spezielle Lampen, die Du schnell und einfach mittels eines Elastikbandes am Reithelm befestigen kannst. Als moderne Varianten für die Beleuchtung Reiter stehen LEDs zur Verfügung, die leistungsstark sind und gleichzeitig mit einem niedrigen Energieverbrauch punkten.

Darüber hinaus gibt es praktische LED-Reflektor Armbänder, die rot leuchten. Die hellen Lichter erkennen Dritte bereits von Weitem. Solche Armbänder gibt es nicht für Reiter speziell. Vielmehr kannst Du die praktischen LED-Leuchten auch zum Laufen, Radfahren oder beim Gassigehen mit Deinem Hund nutzen. Viele Modelle verfügen über zwei Modi. Hierzu zählen permanentes Leuchten und Blinken.

Wichtig: Die Armbänder sind als zusätzliche Lichtquelle gedacht und ersetzen nicht die von der StVO geforderte Beleuchtung.

Wichtige Merkmale von Reflektoren für Dich und Dein Pferd

Reflektoren sind für den Ausritt bei Dunkelheit unerlässlich. Sie sorgen dafür, dass andere Verkehrsteilnehmer Dich und Dein Pferd bereits aus einer größeren Distanz besser erkennen können. Das Sicherheitselement reflektiert das Licht, welches zum Beispiel vom Autoscheinwerfer einer entgegenkommenden Person stammt.

Qualität der Reflektoren

Achte darauf, dass die Reflektoren eine gute Qualität aufweisen. Wir empfehlen Dir Reflektoren, die über eine Distanz von circa 120 Meter sichtbar sind. Dadurch fallen sie entsprechend früh auf. Autofahrer, die Dir entgegenkommen oder hinter Dir fahren, erkennen Dich rechtzeitig. Nicht hochwertige Reflektoren sind oftmals erst auf einer Distanz erkennbar, die 30 Meter oder weniger beträgt. Autofahrer können nicht rechtzeitig bremsen oder den richtigen Abstand beim Überholen einschätzen.

Größe der Reflektoren

Für die Sichtbarkeit der Reflektoren ist auch ihre Größe entscheidend. Je breiter die Reflektoren sind, umso größer ist auch der Sichtabstand, bei dem andere Verkehrsteilnehmer Dich und Dein Pferd registrieren.

Reflektoren gut sichtbar anbringen

Reflektoren entfalten dann ihre volle Wirksamkeit, wenn Du diese gut sichtbar anbringst. Reflexartikel werden sowohl für Pferde als auch für ihre Reiter angeboten. Als Reflektoren für Pferde gibt es gleich mehrere Möglichkeiten:

  • Beine: reflektierende Gamaschen und Hufglocken
  • Kopf und Hals: reflektierende(s) Vorderzeug, Halfter, Fliegenhaube
  • Körper: reflektierende Reitdecke
  • Hinterer Bereich: reflektierender Schweifschoner

 

Als Reiter profitierst Du ebenfalls von den Reflektoren, die Du unter anderem wie folgt nutzen kannst:

  • Korpus: reflektierende Weste oder Reitjacke, Leuchtanhänger, Blinkanhänger
  • Arme: reflektierende Bänder
  • Beine: Reithose mit reflektierenden Streifen
  • Füße: Reitstiefel mit Reflektoren, Schuhclip

Pflege der Reflektoren

Achte beim Kauf der Reflektoren darauf, dass sich diese gut reinigen lassen und dabei auch strapazierfähig sind. Hochwertige Reflektoren bieten auch nach mehr als 60 Waschzyklen die gleiche Reflektor-Qualität wie zu Beginn.

Das individuelle Reitverhalten

Alle Schutzmaßnahmen bei Dunkelheit wirken nicht richtig, wenn Du ein falsches Reitverhalten an den Tag legst. Gewöhne Dein Pferd nach einem langen Sommer an die frühe Dämmerung. Zudem lohnt es sich, wenn Du mit Deinem Pferd im Dunkeln ausreiten möchtest, anfangs an Gruppenausritten teilzunehmen. Im Mittelpunkt steht hierbei ein Führungspferd, das ruhig und erfahren das Sicherheitsgefühl der anderen Pferde steigert. Wenn Dein Pferd bislang noch keine Erfahrungen im Straßenverkehr hat, sollte hier ebenfalls eine Eingewöhnungsphase erfolgen.

Genieße Deine Ausritte in den dunklen Stunden am Abend oder in der Nacht, ohne dabei die Sicherheit zu vernachlässigen. In unserem Onlineshop findest Du reflektierende Nierendecken, Halfter, Helmlampen und vieles mehr für Dich und Dein Pferd. Wir beantworten Deine Fragen zum Thema Ausreiten in der Dunkelheit und beraten Dich sehr gerne.

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